1. Einführung
Dieser Workshop ist im Rahmen des HEGL-Proseminars „Mathematisch Zaubern“ im Sommersemester 2026 an der Universität Heidelberg entstanden. Er beruht auf dem Kapitel „Zauberhafte Normalteiler“ des Buchs „Mathematik und Zaubern: Ein Einsteig für Mathematiker“ von Ehrhard Behrends.
Der Workshop wurde im Juli 2026 in dem Mathematik-Grundkurs einer elften Klasse innerhalb einer Doppelstunde durchgeführt, er bietet sich jedoch ebenfalls für jüngere Klassenstufen an.
2. Konzept und Inhalt
2.1 Konzept
Unser Ziel war es, die Schüler*innen für die Mathematik hinter dem Zaubertrick zu begeistern und ihnen einen Einblick in Themen des Mathematikstudiums zu geben. Hierbei wollten wir uns für das Thema „Rechnen mit Modulo“ konzentrieren und gleichzeitig eine kleine Intuition für Normalteiler geben. Insgesamt war es uns wichtig, den Workshop mit wenig Frontalunterricht zu entwerfen, sondern vielmehr auf individuelles, selbstständiges Lernen zu setzen.
2.2 Vorbereitung für die Lehrkraft
Inhaltliches:
- Erlernen des Zaubertricks (mithilfe des Videos aus Perspektive der Zauberin)
Materialien:
- Arbeitsblätter 1, 2a und 2b (siehe unten)
- Spielkarten von 2 bis Ass (ein Kartendeck reicht für 4 Schüler*innen)
- Post-its (9 pro Gruppe)
- Tafelanschriebe
Vorbereitung (optional):
- Spielkarten in 9er Stapel sortieren (Ass bis 9 in einer Farbe)
- 9 Post-its pro Gruppe vorbereiten
2.3 Ablauf
Zu Beginn des Workshops soll der Zaubertrick einmal gezeigt werden, entweder von der Lehrkraft selbst oder durch Zeigen des Videos. Dies soll die Schüler*innen für den Zaubertrick begeistern und für die weiteren Erarbeitungsphasen motivieren. Danach können bereits erste Ideen zur Funktionsweise des Tricks der gesammelt werden.
Im Anschluss erhalten alle Schüler*innen das Arbeitsblatt zum Thema Rechnen mit Modulo, das sie eigenständig oder auch in Gruppen bearbeiten können. Mithilfe der Arbeitsblätter werden die Schüler*innen Schritt für Schritt in das Thema eingeführt und können selbstständig in ihrer Geschwindigkeit arbeiten. Dabei kann die Lehrkraft individuell auf Fragen eingehen und unterstützen. Nach dieser Erarbeitungsphase zeigt die Lehrkraft im Plenum einmal die Mischregel des „Abhebens“. Im Anschluss daran folgt in der zweiten Erarbeitungsphase das Arbeitsblatt 2a. Genauso kann dann auch mit der Mischregel des „Mischens“ und dem dazugehörigen Arbeitsblatt vorgegangen werden.
Anschließend soll im Plenum die Funktionsweise des Zaubertricks zusammengesetzt werden. Leitfragen dazu können dem Dokument „Notizen für die Lehrkraft“ entnommen werden. Dabei kann ein begleitendes Tafelbild hilfreich sein. Anschließend dürfen die Schüler*innen in Zweierteams den Zaubertrick üben.
Ablaufplan:
| Zeit | Phase | Inhalt | Sozialform | Medien |
| 5 min | Begrüßung | Vorstellung von uns und Motivation des Workshops | Plenum | |
| 10 min | Einstieg | Zaubertrick durchführen Ideensammeln (mündlich) | Plenum | Spielkarten Tafel |
| 15 min | Erarbeitung | Bearbeitung des Arbeitsblatts Modulo | Einzelarbeit | Arbeitsblatt 1 |
| 15 min | Erarbeitung | Bearbeitung des Arbeitsblatts Abheben | Gruppenarbeit | Arbeitsblatt 2a, sortierter Kartenstapel |
| 5 min | Pause | |||
| 15 min | Erarbeitung | Bearbeitung des Arbeitsblatts Mischen | Gruppenarbeit | Arbeitsblatt 2b, sortierter Kartenstapel, Post-its |
| 10 min | Auswertung und Fazit | Zusammenbringen der einzelnen Schritte zum Zaubertrick und Funktionsweise: Gemeinsame WiederholungFunktionsweise des TricksIntuition zu NormalteilerErgebnis Genauere Leitfragen und mögliche begleitende Tafelaufschriebe sind dem Dokument „Notizen für Lehrkraft“ zu entnehmen. | Plenum | Tafel Video |
| 10 min | Übung | Eventuell nochmal Video schauen Üben des Zaubertricks mit Partner*in | Zweiergruppen | Spielkarten |
| 10 min | Feedback | Feedbackbogen ausfüllen oder mündliches Feedback | Feedbackbogen |
